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Breiter Favoritenkreis am GP Wetzikon
Die Quer-Saison ist nach acht Rennen in der Schweiz so richtig lanciert. Die erfolgreichsten Fahrer der Hauptkategorie sind bis jetzt die gleichen wie vergangenes Jahr. Dennoch ist die Ausgangslage für das traditionelle Wetziker Quer äusserst spannend und offen.

Podest der Schweizermeisterschaften in Wetzikon
Einer der angesprochenen Ausländer ist Steve Chainel. Der 26-jährige Franzose ist amtierender französischer Quer-Vizemeister und feierte im Jahr 2000 seinen grössten Erfolg, als er Junioren-Weltmeister wurde. Auf letzte Saison ist Chainel im Pro-Tour-Team Bbox Bouygues Telecom untergekommen, was ihm erlaubt voll auf die Quersaison zu setzten um im Frühjahr die bekannten Klassiker auf der Strasse in Angriff zu nehmen. Als weiterer Favorit gilt in Wetzikon der 34-jährige Tscheche Kamil Ausbuher. Im Oktober konnte er aufgrund seiner guten Frühform die Rennen in Niederanven (LUX) und Lostice (CZE) für sich entscheiden. In Hittnau musste der tschechische Meister von 2004 sich nur Christian Heule geschlagen geben, ebenso in Uster, wo ihm aber Lukas Flückiger auch noch den zweiten Platz wegschnappte. Flückiger seinerseits findet sich nach einer erfolgreichen Bike-Saison, in der er unter anderem die Bronze-Medaille an den Schweizermeisterschaften gewann, wieder gut zurecht auf den Rädern ohne Dämfper und Scheibenbremsen. Anfangs November gewann er in Frenkendorfer Quer.
Schlusssprint oder frühe Attacke?
Ebenfalls eine lange Mountainbike-Saison hat der Eschenbacher Marcel Wildhaber hinter sich. Mit dem Cyclo-Cross International von Aigle gewann er sein erstes Rennen in der Kategorie A. Sein bestes Ergebnis der vergangenen Saison lieferte Wildhaber mit dem zweiten Platz in Bützberg ab. Vor drei Wochen verpasste er in Uster das Podest trotz starker Konkurrenz nur knapp und klassierte sich auf dem vierten Rang. Nun blickt erwartungsvoll auf den Grossen Preis von Wetzikon: „Mir lief es in vergangenen Jahren nicht gut auf dieser Strecke, mein Lieblingsabschnitt ist die Startschlaufe. Ansonsten fehlen mir ein wenig an technischen Passagen. Nichtsdestotrotz fühle ich mich sehr gut nach den positiven Ergebnissen der jungen Saison. In Uster konnte ich das Tempo von Heule & Co. lange Zeit mitgehen.“ Ob er dies auch in Wetzikon schafft, wird sich zeigen: „Wenn mehr ausländische Spitzenfahrer am Start sind als in den vergangenen Quers, kann das Rennen sehr schnell und hart werden, oder es tritt das Gegenteil ein und das Rennen wird einigermassen neutralisiert, was auf einen Schlusssprint raus laufen würde.“
Ob es wieder zu einer Sprintankunft auf der schnellen Tartanbahn im Herz der Sportanlagen Meierwiese kommen wird, bleibt abzuwarten. Der Mitfavorit Heule hofft allerdings auf eine andere Rennentscheidung: „Natürlich ist für die Zuschauer ein Schlusssprint etwas Spektakuläres. Aber für mich als Athlet zehrt es schwer an den Nerven, weil es auch etwas von einem Lotterie-Spiel hat. Sollte ich die Möglichkeit bekommen, werde ich das Rennen versuchen vorher zu entscheiden.“ Ein wichtiger Faktor, der diesem Vorhaben zu Erfolg verhelfen könnte, ist die Bodenbeschaffenheit. Die langen Wiesenabschnitte kosten bei morastigen Bedingungen viel Kraft, der Rundkurs wird automatisch anspruchsvoller zu bewältigen. Wer attackiert sollte seiner Sache daher sicher sein.
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Das Radquer Wetzikon ist eine Veranstaltung des RV Wetzikon.
www.rvwetzikon.ch
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